Sarah Laufs

Wissenschaftlicher Werdegang

10/2015 - 03/2018
Stipendiatin im Graduiertenkolleg "Materialität und Produktion"
seit 01/2014
Redaktionsleitung für das Jahrbuch für Interdisziplinäre Anthropologie unter Prof. Dr. Gerald Hartung und Dr. Matthias Herrgen
05/2013 - 12/2013

Wissenschaftliche und redaktionelle Assistenz für das Jahrbuch für Interdisziplinäre Anthropologie unter Prof. Dr. Gerald Hartung und Dr. Matthias Herrgen
10/2014 - 09/2015

Projektkoordination für das universitäre Projekt Interdisziplinäres Lernen und interdisziplinäre Lehre des Masterstudiengangs Interdisziplinäre Anthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
10/2012 - 05/2015

Wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für den Masterstudiengang Interdisziplinäre Anthropologie unter Prof. Dr. Cornelia Brink
10/2012 - 09/2015

Studium des Masterstudiengangs Interdisziplinäre Anthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
10/2011 - 03/2015

Studium des Masterstudiengangs Vergleichende Geschichte der Neuzeit an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
10/2009

Basisstipendium der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
10/2008 - 09/2011

Bachelorstudium der Geschichte und Germanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Abstract des Dissertationsprojektes

Zeiten der Gewalt? Der geschichtsphilosophische Kampf um die Ordnung und Deutung der Zeit vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg (1914-1939)
Der Beginn des 20. Jahrhunderts ist in besonderer Weise von tief greifenden Zeitbrüchen und einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Zeit charakterisiert. Im europäischen Raum begann um 1880 nicht nur eine Jahrzehnte fortwährende Phase intensiver zeittheoretischer Reflexion, sondern auch die Erfahrung des Ersten Weltkrieges trug zu erheblichen temporalen Verwerfungen bei, da mit diesem nicht nur die zeitgenössische Vorstellung verworfen wurde, in einer Zeit des Fortschritts und der kontinuierlichen Verbesserung zu leben, sondern er auch die grundlegenden geistigen Orientierungsmuster und Wissenssysteme seiner Zeit nachhaltig verändert hat. Doch obwohl die Mobilisierung und Ideologisierung der Zeit in Deutschland zwischen 1914 und 1933 im Zentrum einer „geistigen Mobilmachung“ (Kurt Flasch) stand, innerhalb derer sowohl politische, militärische wie auch gesellschaftliche Kollektive um die Ordnung und Deutung der Zeit rangen, hat sich die historische Forschung über Periodisierungsfragen hinaus kaum je näher mit den temporalen Aspekten des Ersten Weltkrieges beschäftigt. Das Ziel des Promotionsvorhabens besteht deshalb darin, dieses Forschungsdesiderat aufzugreifen und durch eine Analyse der im kulturhistorischen Zusammenhang des Ersten Weltkrieges stehenden Zeiterfahrungen, Zeitdeutungen und Zeitordnungen einen kulturtheoretisch inspirierten Beitrag zu einem besseren Verständnis des Krieges selbst wie auch seiner herausragenden Bedeutung für die Geschichte des 20. Jahrhunderts zu leisten. Dabei ist von besonderem Interesse, inwiefern Kriegs- und Gewalterfahrungen – sowohl in ihrer mentalen Antizipation, Verarbeitung und Reflexion wie auch durch das Bewusstsein, sich im Krieg zu befinden oder diesen am eigenen Leib zu erfahren – den zeitgenössischen Umgang mit Zeit grundsätzlich beeinflusst haben und was dies insgesamt sowohl für eine Krieg führende Gesellschaft wie auch für die Geschichte der Weimarer Republik bedeutet hat.

Kontakt:
s.laufs[at]uni-duesseldorf.de

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